BG Berufliches Gymnasium

Projekte aus dem beruflichen Gymnasium

Fotometrische Bestimmung von Stoffen


Projektwoche am 6. Februar 2016:

Recht farbenfroh ging es am Tag der offenen Tür des Beruflichen Gymnasiums der Friedrich-List-Schule im Schwerpunkt Chemietechnik zu.

Stolz präsentierten die Schüler der 12. Klasse ihre fotometrischen Bestimmungen von Stoffen aus ihrer Umwelt, die sie in der Projektwoche an der Kerschensteinerschule ausgearbeitet hatten.

Je nach zu bestimmendem Stoff, hatten die Konzentrationsreihen verschiedene intensive Färbungen.

Die Konzentrationsreihen zur Bestimmung von Kupfer ergaben wunderschöne tiefblaue Farben, die von Nitrit leuchteten intensiv pink. Aspirinkonzentrationen zeigten orangebraune Färbungen.
 
Die Schüler ermittelten z.B. den Kupferanteil in Messing sowie den Mangananteil in einer Stahlprobe. In verschiedenen Boden- und Gewässerproben wurden die Ionen Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phosphat und Kupfer bestimmt.

Den Schülern machte dieses Projekt sichtlich Spaß. „Am liebsten würde ich nur solche Projekte machen“, sagte eine Schülerin am Samstag bei der Präsentation an der Friedrich-List-Schule.



















Besondere Lernleistungen im BG


Schwermetall-Analyse

Im Rahmen einer 'Besonderen Lernleistung' hat unser Schüler Nico Zimmermann eine  "Schwermetall-Analyse des Bachbettes des Landgrabens bei Groß-Gerau Wallerstädten", seinem Heimatort, durchgeführt.

Nico hatte vom Hörensagen von einer angeblichen Kontaminierung dieses Bachs, in dem er als kleiner Junge gerne spielte, gehört und wollte dies genauer untersuchen.
Um eine aussagekräftige Analyse durchführen zu können, wurde das Projekt so streng wie möglich nach der gültigen DIN EN 13346 (Charakterisierung von Schlämmen – Bestimmung von Spurenelementen und Phosphor – Extraktionsverfahren mit Königswasser) durchgeführt.

Mit großem Engagement und hohem zeitlichen Aufwand wurden vier Bohrkerne genommen, konserviert, aufgearbeitet und per Atomabsorptionsspektroskopie analysiert. Die Ergebnisse der Arbeit sind hier donwloadbar.

Vielen Dank an Nico für die freundliche Bereitstellung seiner Arbeit.



Nitrat im Kopfsalat und Cumarin in Zimt

Interview mit den Schülern Dominik Klages und Thomas Riehl, sowie deren Lehrer Günter Baumann

Im Rahmen der Abiturprüfung 2009 haben sich die Schüler Dominik Klages und Thomas Riehl entschlossen, eine Abiturprüfung durch eine besondere Lernleistung in ihrem Hauptfach Chemietechnik zu ersetzen. Hier ein Interview mit den beiden und dem Lehrer Günter Baumann, der die beiden betreut und unterstützt hat und natürlich auch derjenige sein wird, der die Arbeit der beiden benotet.

Ich begrüße ganz herzlich hier am Interviewtisch Dominik, Thomas und Herrn Baumann von der Kerschensteinerschule. Die drei werden uns heute etwas über die Möglichkeit erzählen, statt dem 3. Prüfungsfach in der  Abiturprüfung eine besondere Lernleistung zu erbringen, mit der man eine der mündlichen Prüfungen ersetzen kann.

Frage: Thomas und Dominik, wie seit ihr eigentlich auf die Idee gekommen, ein Prüfungsfach im Abitur durch eine besondere Lernleistung zu ersetzen?

Dominik: Ich wollte eine mündliche Prüfung sparen und somit auch den Prüfungsdruck. In Prüfungssituationen reagiere ich oft sehr hektisch, habe Stress und dann wird das Ergebnis entsprechend. Wenn ich mich vorbereiten kann und mich mit einem Thema über einen längeren Zeitraum beschäftigt habe, bin ich ruhiger und sicherer.

Thomas: Auch ich fand gut, dass ich das Thema dann kenne und weiß was kommt.

Frage: Welche Anforderungen kommen auf die Schüler zu, wenn sie eine besondere Lernleistung absolvieren wollen?

G. Baumann: Es soll ein Thema intensiv bearbeitet werden, das bislang nicht im Unterricht erarbeitet wurde. Das Thema soll selbstständig erarbeitet werden, der Lehrer berät nur. In der Chemie kann man Theorie und Praxis gut verbinden, daher bietet sich ein praktischer Anteil bei der Arbeit an. Das Thema wird schriftlich zusammengefasst, diese Ausarbeitung soll ca. 20 Seiten lang sein. Es geht also über den Umfang eines Referats hinaus. Nach der Abgabe der Arbeit kommt noch ein Kolloquium, in dem die Schüler zum Thema referieren und ihre Arbeit vorstellen. Umfang ca. 20 Minuten. Dazu werden dann von der Prüfungskommission Fragen gestellt. Es wird nun eine Note vergeben, die quasi wie die Note des Dritten Prüfungsfachs in das Abitur eingeht.

Frage: Wie lautete euer Thema, mit dem ihr euch beschäftigt habt? Jeder von euch musste ja ein eigenes Thema angeben.

Thomas: Ich habe mit Hilfe des Ionenchromatografen den Anteil von Nitraten im Kopfsalat untersucht. Nitrate sind Gifte für den Menschen, vor allem ihre Umwandlung im Körper in Nitrosamine ist gefährlich und kann zu Krebs führen. Ich habe z.B. Biosalat mit Salat aus dem Discounter verglichen. Die Probenaufarbeitung alleine war schon eine Sache für sich.

Dominik: Ich habe den Stoff Cumarin untersucht. In der Firma meines Vaters werden Produkte hergestellt, die Cumarin enthalten. Cumarin ist als Bestandteil des Zimts im Moment in aller Munde. Hoch dosiert soll es gesundheitsschädlich sein und wird daher  in Lebensmitteln untersucht. Ich war neugierig und hatte den Ehrgeiz eine Untersuchungsmethode zu finden und eine Vorschrift zu entwickeln, mit der man die Menge an Cumarin in einem Lebensmittel untersuchen kann. Mit dem HPLC (ein Analysegerät) ist mir dies gelungen.

Frage: Wurdet ihr bei eurer Arbeit unterstützt? Wer hat euch unterstützt?

Thomas und Dominik: Hauptsächlich hat uns Herr Baumann unterstützt. Er hat uns Tipps gegeben wo wir Versuchsvorschriften finden können und Literaturquellen genannt. Ein anderer interessierter Lehrer der Schule hat uns intensive Fragen zu unserer Arbeit gestellt und auf diesem Weg haben wir dann selbst unsere Arbeit hinterfragt und sind auf die Spur gekommen was wirklich wichtig ist und welche Fragestellungen wir bearbeiten müssen, um zu einem Ergebnis zu kommen. Auch unsre Klassenkameraden haben sich für unsere Arbeit interessiert.

Frage: Würdet ihr noch mal eine solche Arbeit auf euch nehmen?

Thomas und Dominik: Auf jeden Fall! Der Lerneffekt ist unserer Meinung nach extrem hoch und wir haben gelernt selbstständig zu arbeiten, so wie nie zuvor.

Ich bedanke mich für das Gespräch, jetzt muss nur noch das Kolloquium gut laufen, dann hat sich die Arbeit doppelt gelohnt und zum Lerneffekt kommen noch hohe Punktezahlen - alles Gute!

Das Interview führte Sabine Rückeshäuser, Kerschensteinerschule Wiesbaden

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