Wiesbadener besuchen Ökohaus und Marktplatz

 

- Von Butzbach lernen –

Die Wiesbadener Fachoberschüler, Fachrichtung Bau, beschäftigen sich im Unterricht gerade mit Bauphysik und haben deshalb zusammen mit der Klassenlehrerin Gabriele Heil und ihrem Berufsschullehrer Dan Löwenbein den Weg nach Butzbach auf sich genommen, um Erkundungslernen zu realisieren. Sie sind sehr freundlich von Abteilungsleiter Voss und dem Berufspädagogen Helmut Wiewiorra mit Plätzchen und Kaffee empfangen worden und hörten sich einen einführenden Vortrag zu diesem einzigartigen Lernprojekt, dem Ökohaus, an, in dem die unterschiedlichsten Baumaterialien an praktischen Beispielen aufgezeigt werden.

Die Holzständerkonstruktion, aber auch die mannigfaltigen Isolierungsformen der Wände, des Bodens und der Decken sind in Schichten unter Glas im Ökohaus verbaut worden und damit für Interessierte deutlich sichtbar. Mit den einzelnen darin eingebauten Messfühlern wird erkennbar, was die verschiedenen Baumaterialien bewirken. Damit wird eindrücklich an diesem innovativen Projekt ‚Niedrigenergiehaus‘ deutlich, dass theoretische Zusammenhänge der Bauphysik vor allen Dingen dann begreifbar werden, wenn der Einsatz in der Praxis zu sehen ist – ein beispielhaftes Projekt, das für berufliche Schulen zur Nachahmung empfohlen wird.

Im Anschluss gingen die Wiesbadener mit ihren begleitenden Experten auf Hessens schönsten Marktplatz, um sich vom Berufspädagogen Uwe Jung dezidiert nicht nur die historischen Bauepochen erklären zu lassen, sondern Uwe Jung wies in besonderer Weise auf die Statik der Fachwerkhäuser und die spezifischen Gegebenheiten hin, wie die einzelnen Kräfte durch die Hölzer aufgenommen werden und warum derartige Fachwerkkonstruktionen sehr stabil und widerstandsfähig sind.
Erwähnung fanden darüber hinaus die verwendeten Materialien für die einzelnen Fachungen sowie die Isolationseigenschaften der auch schon früher verwendeten Materialien in den Fachungen und den Decken. Er hat als Maurermeister in vielen Häusern rund um den Marktplatz selbst Hand angelegt und kann deshalb auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Unterstützt wurden die Butzbacher Berufspädagogen von Gabriele Heil, die ihr profundes Wissen aus dem Baubereich eingebracht hat und darüber hinaus verdeutlichte, dass sich der Besuch in Butzbach und dieses Erkundungslernen außerhalb der Wiesbadener Berufsschule sehr gelohnt haben für alle Beteiligten.
Dan Löwenbein kennt die Butzbacher Berufsschule schon seit mehr als 18 Jahren, weil er dort zahlreiche Projekte durchgeführt hat. Diese Beziehungen haben nun geholfen, die Verbindung zu seiner Klasse in Wiesbaden herzustellen.
Die Gruppe war sich einig, dass derartige Projekte auch zukünftig Bestandteil des pädagogischen Wirkens in Wiesbaden sein und sobald wie möglich auch weitere Gruppen von dem Modell in Butzbach partizipieren sollten.

Der Besuch aus Wiesbaden ist abgerundet worden durch die Begrüßung von Bürgermeister Merle und dem Ersten Stadtrat Manfred Schütz, die sich auf dem Marktplatz nach den Eindrücken der Wiesbadener erkundigten und auch kurz auf die Altstadtentwicklung eingingen.

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